Über das Projekt
Was ist TextLab Islam?
TextLab Islam ist die wissenschaftliche Initiative der Professur für Islamische Theologie am Institut für Islamisch-Theologische Studien (IITS) der Universität Wien. Sie bündelt jene Aktivitäten, in denen das Forschungsprofil der Professur — die Islamisch-Theologischen Textwissenschaften — in Lehre, Forschung und Wissenschaftstransfer öffentlich sichtbar wird.
Im Mittelpunkt steht die systematische Erschließung islamischer Quellen als Texte: ihre sprachliche Gestalt, ihre Überlieferungsgeschichte, ihre hermeneutischen Voraussetzungen und ihre fortlaufende Interpretation in Geschichte und Gegenwart. TextLab Islam versteht sich dabei nicht als geschlossenes Forschungsprojekt, sondern als offene Plattform, die unterschiedliche Formate — wissenschaftliche Vermittlung, gemeinsame Lektüre, performative Praxis — methodisch aufeinander bezieht.
Vier Formate, ein gemeinsames Profil
Unter dem Dach von TextLab Islam arbeiten gegenwärtig vier Teilformate. Sie unterscheiden sich in ihrer Reichweite und ihrer Form, verfolgen aber ein gemeinsames Anliegen: Texte und Praktiken nicht nur zu analysieren, sondern in ihrer ganzen Komplexität verstehbar zu machen.
Vier Formate — Podcast, Hermeneutik, MeshqLab, FilmLab — verbunden durch drei epistemische Achsen.
Der Podcast ist das Transferformat der Initiative. In Gesprächen mit Wissenschaftler:innen aus Islamischer Theologie, Religionswissenschaft, Philosophie, Judaistik und Bibelwissenschaft werden die Primärquellen des Islams in ihrer textwissenschaftlichen Tiefe öffentlich zugänglich gemacht — als Schnittstelle zwischen Universität und akademischer Öffentlichkeit.
Ein zweiwöchentlicher Lektürekreis für Komparative Hermeneutik und Islamische Textwissenschaften. Behandelt werden klassische und moderne Positionen — von Schleiermacher und Dilthey über Gadamer, Ricoeur und Habermas bis zu Beiträgen islamischer Hermeneutik. Die Sitzungen finden in hybrider Form statt.
MeshqLab erweitert das Profil um eine performative Dimension. Musik wird hier nicht nur als Gegenstand wissenschaftlicher Analyse verstanden, sondern auch als Praxis — als gesungene, rezitierte, gehörte und gemeinsam erlebte Form religiöser, sozialer und kultureller Erfahrung. Hermeneutische Reflexion und gemeinsame musikalische Praxis treten miteinander in Dialog.
FilmLab widmet sich der vergleichenden Filmlektüre. Filme werden als interpretierbare Texte verstanden, die menschliche Erfahrungen, soziale Strukturen, ethische Fragen und religiöse Imaginationen sichtbar machen. Wöchentliche Sitzungen verbinden gemeinsames Sehen mit akademischer Diskussion.
Verbindende Klammer
Die vier Formate sind keine voneinander unabhängigen Projekte, sondern Aspekte eines gemeinsamen wissenschaftlichen Profils. Sie verbinden sich entlang dreier epistemischer Achsen:
Textwissenschaft — als methodische Grundorientierung: Lektüre, philologische Analyse, Überlieferungsgeschichte und kritische Erschließung von Quellen.
Hermeneutik — als gemeinsame Reflexionsebene: die Frage, wie Texte und Praktiken in unterschiedlichen Auslegungstraditionen verstanden und interpretiert werden.
Wissenschaftstransfer — als gemeinsame Verpflichtung: die Ergebnisse universitärer Forschung in unterschiedlichen Formaten zugänglich zu machen — als Audio, als kollegialer Arbeitsraum, als gelebte kulturelle Praxis.
Wissenschaftliche Verortung
TextLab Islam ist institutionell an der Professur für Islamische Theologie am Institut für Islamisch-Theologische Studien (IITS) der Universität Wien verankert. Die Initiative ist eingebettet in die Lehrtätigkeit, Forschungsprojekte und Drittmittelaktivitäten der Professur und steht in Dialog mit nationalen und internationalen Kooperationspartnern aus Islamischer Theologie, Religionswissenschaft, Philosophie, Judaistik, Bibelwissenschaft und Islamwissenschaft.
Organisation und Kontakt
Tuğrul Kurt
Wissenschaftliche Leitung
Professur für Islamische Theologie, IITS, Universität Wien
Persönliche Website
ORCID
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Google Scholar
Mehmet Alper Kalafat
Projektmitarbeiter
Institut für Islamisch-Theologische Studien, Universität Wien
ORCID
u:cris